Mittwoch, 17. Juli 2013

Rosenkrieg

Wir haben viele Scheidungskinder. Die meisten Kinder kommen aber mit der Situation gut klar. Heute durfte ich dann erleben, wie man es nicht machen sollte...

Eine Zweitklässlerin (die Eltern haben sich vor knapp 6 Monaten getrennt, das Mädchen wohnt bei der Mutter, sieht den Vater aber regelmäßig. Beide wollen das Kind bei sich haben) geht nachmittags nach Hause. Einige Stunden später steht der Vater ganz aufgebracht bei uns.
"XY ist einfach zu ihrer Mutter gegangen. Dabei ist sie diese Woche bei mir. Und ich komme nach Hause, keine XY da. Das geht so nicht..."

XY kommt dann auch. Der folgende Dialog entstand dann zwischen ihr und ihrem Vater:

Vater: "Warum bist du einfach zur Mama gegangen? Letzte Woche warst du da. Diese Woche bist du mir!"
XY (eingeschüchtert): "Ich wollte einfach nach Hause"
Vater: "Gefällt es dir nicht mehr bei mir? Wir können ganz viel unternehmen!"
XY: "Nein, ich wollte einfach nach Hause..."
Vater: "Das war SO nicht abgemacht... Da bin ich echt sauer... Dann geh doch. Ich sag Mama, die soll dich abholen!" (dreht sich um und geht)
XY (leise): "Tschüss Papa!"
Vater (extrem wütend): "Nix tschüss...!"

Er ist dann gegangen. Zurück blieb XY, die ein sichtlich schlechtes Gewissen hatte. Die Eltern zerren an ihr. Jeder will seinen Anspruch an dem Kind durchsetzen. Das, was das Kind will, interessiert keinen. Leider...Dabei sollte grade das im Vordergrund stehen!!!


Kommentare:

  1. Mittlerweile hat sich der Vater mit der Situation abgefunden. Das Kind hängt trotzdem noch irgendwo zwischen den Eltern, versucht es beiden Recht zu machen. Das ganze hat sich aber doch beruhigt...Zum Glück!

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