Freitag, 7. Juni 2013

Eltern ...

Drei Situationen heute... In allen Situationen waren die Eltern beteiligt, aber lest selbst:

Situation 1: Ein Mädchen (4. Klasse) tut einer Zweitklässlerin wirklich weh. So richtig weh. (Nahm ihren Kopf und schlug ihn gegen die Tür). Eine Kollegin kümmert sich um die Verletzte, kühlt die Beule. Dabei schimpft sie auch wirklich sehr mit der Übeltäterin. Genau in dieser Situation kommt die Mutter der Zweitklässlerin hinzu.
Die Viertklässlerin musste sich dann wirklich was anhören. Und wir auch. Wie wir da nicht zwischen gehen könnten? Wie es soweit kommen kann? Was wir nun für Konsequenzen ziehen?

Ganz ehrlich, ich verstehe die Mutter. Ich wäre auch sauer. Aber: Man muss auch uns verstehen. Wir waren zu dieser Zeit zu dritt. Eine Kollegin im Spielraum, eine bei den Kindern im Bastelraum und ich in der Küche. Das ganze passierte aber im Flur, wo natürlich grade keiner von uns war. Es ist passiert, die Täterin hatte ihre Konsequenzen zu tragen...

Eine Stunde später steht eine andere Viertklässlerin vor mir. Ein paar Kinder waren auf dem Spielplatz (sie auch) und als sie wiederkamen, lag ihr Tornister auf dem Boden, der Inhalt verteilt und ein Stift fehle. Der Vater: Sauer. Wie so etwas passieren könne? Wo seien wir gewesen, als das passierte? Was man nun machen würde?

Ich verstehe auch diesen Vater, ich wäre auch sauer. Aber: Man muss auch uns verstehen. Wir waren immer noch zu dritt. Die Tornister stehen ganz woanders. Sollen wir jetzt jedem Kind hinterherlaufen?
Der Stift ist leider nicht wieder aufgetaucht. Wir haben nicht die Befugnis, in die Tornister der Kinder zu schauen. Das dürfen wir einfach nicht - es ist uns strengenstens verboten. Mal schauen, ob sich das noch klärt...

Die dritte Situation: Eine erste Klasse hatte für den Nachmittag ein Fest geplant. Darauf freuten sich die Kinder natürlich. Einige wurden früher abgeholt, andere durften mit der Erlaubnis früher gehen, um sich umzuziehen. Nachmittags trafen sich dann alle Kinder mit den Eltern und der Lehrerin auf dem Schulhof. Bis auf ein Mädchen.
Ganz schick war sie angezogen, wartete sehnsüchtig auf ihre Mutter. Freute sich und war doch traurig, dass sie so spät abgeholt wurde.
Und dann kam die Mutter. Freudestrahlend sprang das Mädchen ihrer Mutter in die Arme: "Mama, jetzt gehen wir grillen?!" Und die Mutter dreht sich um und sagt: "Nein, nach Hause. Ich keine Lust!!!"
Das Mädchen weinte bitterlich. DIESE Mutter verstehe ich nicht....

Kommentare:

  1. Tja so ist das mit den lieben Kleinen und Eltern, kann dich da sehr gut verstehen, das Mädchen wurde bestimmt nicht das erste mal von der Mutter enttäuscht und kann einen nur leid tun,
    lg helli

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  2. Huhu. Nein, du hast vollkommen recht, das war nicht die erste Enttäuschung. Das Mädchen tat uns allen total leid, aber wir können es nicht ändern. =(

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